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19-02-04

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Nachdem ich mir länger Zeit lassen musste als gewollt, bin ich jetzt dabei, hier mal Leben reinzubringen.
Penny


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Penny Murdoc
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Vermittelaltert

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(24/2/04 20:42)
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Der Investiturstreit - Papst gegen Kaiser
Investiturstreit
Im 11. und 12. Jahrhundert eskalierte der Konflikt zwischen Kirche und Staat um die Rolle der weltlichen Herrscher bei der Amtseinsetzung von Bischöfen und Äbten. Dabei war vor allem strittig, dass der Landesherr dem geistlichen Würdenträger Ring und Stab überreichte, die Symbole seiner geistlichen Autorität.

Auch die "Laieninvestitur", die Einsetzung von Nicht-Geistlichen ins Bischofsamt, die im frühen Mittelalter aufgekommen war, wurde angefochten. Die Laieninvestitur entstand im Umfeld des Feudalsystems, in dem geistliche Würdenträger oft zugleich weltliche Herrscher und damit Vasallen des Königs waren. Kaiser und Könige versuchten, die reichen und mächtigen geistlichen Würdenträger an sich zu binden, indem sie ihnen im Gegenzug Schutz anboten. Den weltlichen Landesherren war die Loyalität der Bischöfe und Äbte meist wichtiger als deren moralische Integrität.

In der Mitte des 11. Jahrhunderts gab es in Teilen Frankreichs und Englands sowie im Heiligen Römischen Reich eine starke Bewegung zur Reformierung der Kirche. Die Reformer kritisierten, dass die Laieninvestitur nicht den alten Kirchengesetzen entsprach, und führten auf sie den moralischen Verfall des damaligen Klerus zurück, insbesondere dessen Nachsicht gegenüber der Nichteinhaltung des Zölibats sowie der weit verbreiteten Simonie, dem Kauf und Verkauf von Kirchenämtern.

Unter Papst Leo IX. fasste die Kirchenreform auch in Rom Fuß. 1059 verurteilte Papst Nikolaus II. die Laieninvestitur; gleichzeitig schloss er den Kaiser von einer rechtswirksamen Teilnahme an der Papstwahl aus. Papst Gregor VII. verbot 1075 ausdrücklich jede Laieninvestitur und erregte damit den Zorn des Königs Heinrich IV. Vom Papst gebannt, musste Heinrich IV. 1077 den berühmten Buß-Gang nach Canossa antreten. Trotz dieser Demutsgeste baute der Papst Rudolf von Schwaben zum Gegenkönig auf; nach langen Bürgerkriegen konnte Heinrich IV. sich 1087 schließlich durchsetzen. 1084 schon konnte er Gregor VII. aus Rom vertreiben und sich von Gegenpapst Clemens III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches krönen lassen. Dieser direkte Widerstreit endete mit Gregors Tod im Exil 1085; sein Feldzug gegen die Laieninvestitur schien damit gescheitert.

Die Nachfolger Gregors waren sie bei der Suche nach Lösungen flexibler. Die Kirche wollte vor allem sicherstellen, dass weltliche Herrscher keine geistlichen Ämter verliehen. Für die Könige war vor allem wichtig, dass Bischöfe, die auch weltliche Herrschaft ausübten, die Macht des Königs anerkannten. Als Anselm zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde, geriet er darüber mit König Heinrich I. von England in einen heftigen Streit. 1107 gelang ihm ein Kompromiss, in dem sowohl Erzbischof wie König ihre Ziele erreichten.

Das Wormser Konkordat aus dem Jahr 1122 zwischen Papst Calixtus II. und Kaiser Heinrich V. knüpfte an die englische Lösung an: danach hatte die Kirche das Recht, den Bischof zu wählen und der Klerus führte die Investitur mit Ring und Stab durch; die Wahl fand jedoch in Gegenwart des Kaisers statt und dieser übertrug durch die Investitur mit dem Zepter die zum Bistum gehörenden Ländereien und Einkünfte.

Trotz des Konkordats konnte die Kirche im Mittelalter die Nominierung von Bischöfen nie ganz unter ihre Kontrolle bringen; das Problem stellte sich immer wieder. In Frankreich stand die Investitur im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen um den Gallikanismus im 17. Jahrhundert


"There are only two things which are never-ending:the universe and the dumbness of mankind.Although I'm not sure about the universe...

How do you document real life when real life's getting more fiction each day?

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